Heute ist der 23. Mai 2026, und die Welt der Late-Night-Shows steht Kopf. Stephen Colbert hat sich mit seiner letzten Ausgabe der „Late Show“ verabschiedet, nach 33 Jahren voller Lachen, Politiksatire und unvergesslicher Momente. Doch wie es bei einem solchen Abschied oft der Fall ist, gibt es nicht nur Tränen, sondern auch jede Menge Zündstoff. Und wer könnte dafür besser sorgen als Donald Trump? Der ehemalige Präsident hat sich mit einem scharfen Kommentar und einem KI-generierten Video zu Wort gemeldet, das in seiner typischen, provokanten Art die Wellen schlägt.

Colberts letzte Sendung lief am 21. Mai und war ein fulminanter Abschluss, bei dem er mit Größen wie Paul McCartney und Jon Batiste auftrat. Doch während die Zuschauer den Moment genossen, schien Trump bereits auf der Lauer zu liegen. Über seinen offiziellen X-Account des Weißen Hauses und seine Plattform Truth Social ließ er kein gutes Haar an Colbert. „Kein Talent, keine Einschaltquoten, kein Leben“, lauteten seine markigen Worte, die mehr als nur ein wenig Frustration verrieten. Der ehemalige Präsident ist bekannt dafür, nicht um den heißen Brei herumzureden, und diesmal machte er keine Ausnahme.

Trump im Rampenlicht

Und dann kam das Video – ein KI-Clip, der Trump zeigt, wie er Colbert am Kragen packt, ihn in eine Mülltonne wirft und anschließend tanzt. Ein Bild, das nicht nur schockiert, sondern auch die Gemüter erregt. „Bye-bye“ stand in großen, fetten Buchstaben über dem Clip, der kurz nach Colberts letzter Sendung vom offiziellen Account des Weißen Hauses geteilt wurde. Die Herkunft des Materials bleibt unklar, aber die Reaktionen sind es nicht. Viele Nutzer äußern sich kritisch und werfen Trump vor, mit solchen Aktionen zu tief zu sinken.

Branchenkenner vermuten, dass CBS, die Muttergesellschaft von Colberts Show, aus Rücksicht auf Trump entschieden hat, die „Late Show“ abzusetzen. Schaut man zurück, wird deutlich, dass der Konflikt zwischen Colbert und Trump schon lange brodelt. Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach gefordert, Colbert „einzuschläfern“ – eine Aussage, die nicht gerade für Freundschaft spricht. Auch die Tatsache, dass CBS vor wenigen Monaten eine umstrittene Vergleichszahlung in Höhe von 16 Millionen Dollar an Trump leistete, schürt die Spekulationen über eine mögliche Einflussnahme.

Ein Ende mit viel Tamtam

Colbert selbst hatte in seiner letzten Sendung auf die Reaktionen des Präsidenten angespielt. Er fand es überraschend, dass Trump sich tatsächlich zu den Äußerungen von Late-Night-Moderatoren äußert. Der Abschied von der Show kam nicht aus heiterem Himmel – CBS hatte bereits im vergangenen Sommer die Absetzung angekündigt, offiziell aus „rein finanziellen Gründen“. Die Show, die im Durchschnitt 2,5 Millionen Zuschauer anlockte und somit die beliebteste Late-Night-Show in den USA war, fand ihr Ende, und viele fragen sich, ob Trump nicht doch einen Schatten auf diese Entscheidung geworfen hat.

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Während die einen den Schlussstrich als das Ende einer Ära feiern, scheinen die anderen, allen voran Trump, sich über den Ausgang zu freuen. „Jeder Passant wäre besser als Colbert“, ließ er verlautbaren, und es ist schwer, nicht zu spüren, dass hier ein persönlicher Konflikt auf dem Spiel steht. Ob es tatsächlich der letzte Vorhang für den Late-Night-Humor ist, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Der Streit zwischen Trump und Colbert wird uns wohl noch lange beschäftigen.