Am 23. Mai 2026, in Mexiko-Stadt, haben die EU und Mexiko ein modernisiertes Handels- und Partnerschaftsabkommen unterzeichnet – nach einer Dekade voller Verhandlungen ist es endlich so weit! Die Unterschrift fiel im Rahmen eines bilateralen Gipfeltreffens, bei dem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa die EU-Delegation anführten. Und das Beste daran? Es geht nicht nur um schöne Worte, sondern um ganz handfeste wirtschaftliche Vorteile. Ziel ist es, die Zölle zwischen diesen beiden wichtigen Wirtschaftsräumen zu reduzieren und somit den Handel zu erleichtern.
Das Abkommen wird für über 580 Millionen Menschen in beiden Märkten von Bedeutung sein. Fast alle bestehenden Zölle auf EU-Einfuhren werden aufgehoben – eine echte Erleichterung für Unternehmen und Verbraucher. Besonders interessant ist die Tatsache, dass Mexiko Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika ist. Hier sind also große wirtschaftliche Interessen im Spiel! Zudem werden bürokratische Handelshemmnisse abgebaut, was den Austausch von Waren und Dienstleistungen weiter ankurbeln sollte. Das Abkommen umfasst auch den Schutz von Herkunftsangaben, Regelungen zum digitalen Handel und sogar Aspekte wie den Klimawandel sowie Menschenrechte. Ein echter Rundumschlag!
Hintergrund und Ziele
Der Hintergrund ist auch nicht zu vernachlässigen. Die Entscheidung zur Modernisierung des Abkommens wurde vor dem Hintergrund der protektionistischen Zollpolitik der USA unter Präsident Trump getroffen. Im April 2025 hatte Trump neue Zölle auf EU-Importe eingeführt, was die EU dazu brachte, Gegenmaßnahmen zu planen. Ein kluger Schachzug, den Handelspartner zu diversifizieren und sich weniger von den USA abhängig zu machen!
Das neue Abkommen wird durch ein Interimshandelsabkommen ergänzt, das bereits unterzeichnet wurde und nach der vollständigen Ratifizierung durch die EU durch das umfassendere Globalabkommen abgelöst werden soll. Diese schnelle Umsetzung zeigt, dass die EU und Mexiko bereit sind, ihre Beziehungen auf eine neue, stabilere Grundlage zu stellen.
Ein Blick auf die Details
Doch es sind nicht nur die großen Zahlen und Ziele, die ins Auge stechen. Die Handelsbestimmungen haben sich zu einem umfassenden Freihandelsabkommen entwickelt, das bereits im Jahr 2000 in Kraft trat. Nach mehreren Modernisierungsversuchen, die 2016 beschlossen wurden, und einer grundsätzlichen Einigung im April 2018, sind wir nun endlich an diesem Punkt angekommen. Fast 86 Milliarden Euro beträgt das jährliche bilaterale Handelsvolumen zwischen der EU und Mexiko – eine beeindruckende Zahl, die die Bedeutung dieser Partnerschaft unterstreicht.
Die neuen Ursprungsregeln ermöglichen es, Produkte zu niedrigeren oder sogar null Zöllen zu importieren, sofern sie ihren Ursprung in der EU oder Mexiko haben. Das ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Bedeutung, da hierdurch der Marktzugang erleichtert wird. Und das KMU-Kapitel sorgt dafür, dass Informationen über den Zugang zu Märkten bereitgestellt werden. Das ist wie ein Türöffner für viele, die sich vielleicht sonst nicht getraut hätten, international aktiv zu werden.
Wie es weitergeht? Nun, die EU und Mexiko haben klare Ziele, und die nächsten Schritte werden entscheidend sein. Die Umsetzung des Abkommens und die Ratifizierung in den einzelnen Mitgliedsstaaten werden zeigen, ob diese vielversprechende Partnerschaft auch tatsächlich Früchte tragen wird. Man darf gespannt sein!