Heute ist der 19.06.2026, und wir befinden uns im Metaverse – einem Raum, der den Maschinenbau revolutionieren könnte. Experten von Siemens, Wilo und VDMA haben kürzlich beim Maschinenbau-Gipfel in Erlangen über das Industrial Metaverse diskutiert. Die Themen? Nun, die Liste ist lang: KI-Strategien, digitale Zwillinge, adaptive Fertigung und noch viel mehr. Im Zentrum dieser Gespräche steht die Frage, wie der deutsche Maschinenbau seine Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz in einem von Lieferkettenstörungen geprägten Markt steigern kann. Und glaubt mir, das ist kein leichtes Unterfangen.

Stefan Schlauß von Siemens betont, dass die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend ist. Die Siemens-Werke sind wahre Kraftpakete, produzieren Motoren, Schaltschränke und mehr. Ein Umdenken ist nötig: Die Transformation muss den Return on Investment im Blick behalten. Das klingt nach einer kniffligen Aufgabe, aber sie ist notwendig. Georg Weber von Wilo ergänzt, dass klassische Herangehensweisen bei der KI-Transformation nicht mehr ausreichen. Pragmatismus ist gefragt, und das Unternehmen investiert sogar in die Ausbildung seiner Mitarbeiter – ein KI-Führerschein soll her!

Das Potenzial des Industrial Metaverse

Das Industrial Metaverse ist mehr als nur ein Buzzword. Es ist eine digitale Nachbildung der realen Welt, die neue Möglichkeiten für KI und digitale Zwillinge eröffnet. Virtuelle Daten, die durch digitale Zwillinge und kostengünstige Kameras erzeugt werden, könnten die Art und Weise, wie wir produzieren, revolutionieren. Die Diskussion über Light-Out oder Dark-Factory ist spannend: Wie hoch kann die Autonomie steigen? Komplette Blackbox-Fabriken sind zwar interessant, aber auch teuer. Das Risiko, das mit solchen Investitionen verbunden ist, macht es notwendig, klug zu planen.

Die Vorteile des Industrial Metaverse sind vielfältig. Effizientes Risikomanagement durch Simulationen, erweiterte Fortbildungsmöglichkeiten in virtuellen Umgebungen und die Möglichkeit, eine Fernbedienung für physische Geräte zu nutzen, um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken – das sind nur einige Aspekte. Aber auch Herausforderungen stehen an: Technologieinvestitionen, Talententwicklung und der Schutz kritischer Daten sind Themen, die es zu bewältigen gilt.

Der Weg zur digitalen Transformation

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Die IT-Kosten im Maschinenbau steigen seit 2017 durchschnittlich um 5% pro Jahr schneller als der Umsatz. Das ist beunruhigend. Das NIS2-Gesetz bringt neue Pflichten mit sich, und Cyberangriffe auf Industrieunternehmen nehmen zu. Die Software wird zur treibenden Kraft für industrielle Wertschöpfung. VDMA bietet praxisnahe Formate zur drahtlosen Datenübertragung an, was für viele Unternehmen eine echte Hilfe sein könnte.

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Es gibt auch Lichtblicke: Siemens plant, 500 Millionen Euro in die Transformation des Gerätewerks in Erlangen zu investieren. Ab 2026 soll dieses Werk als Blaupause für KI-gesteuerte adaptive Fertigung dienen. Nico Michels von Siemens empfiehlt KMUs, sich zusammenzuschließen, um die Herausforderungen der Digitalisierung und KI gemeinsam zu bewältigen. Ein kluger Schritt, denn gemeinsam ist man stärker.

Und während wir weiter über diese Themen diskutieren, bleibt zu hoffen, dass der deutsche Maschinenbau nicht nur den Anschluss an die Konkurrenz aus China hält, sondern auch neue Wege findet, um sich in einem sich ständig verändernden Markt zu behaupten. Die Digitalisierung ist kein leichtes Pflaster, aber mit den richtigen Strategien und einem Schuss Pragmatismus könnte der Maschinenbau in Deutschland tatsächlich die nächste Stufe erreichen.