Die Landschaft der Krypto-Steuererklärungen in Israel ist im Moment ein heißes Thema. Im August 2025 hat die israelische Steuerbehörde die Anonymitätsvorschriften für Krypto-Offenlegungen gelockert, was viele Krypto-Besitzer direkt betrifft. Doch das Ergebnis dieser Lockerungen ist eher ernüchternd: Nur 58 Krypto-Offenlegungen wurden seitdem registriert, was verstecktes Kapital von etwa 50,7 Millionen US-Dollar aufdeckte. Im Vergleich zu den geschätzten 1,04 Milliarden US-Dollar an nicht realisierten Steuereinnahmen aus Kryptowährungen ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.
Die Zahlen sind schockierend. Die Einnahmen von 14 Millionen US-Dollar, die Israel mit diesem Programm erzielen konnte, verfehlen das angestrebte Ziel von 700 Millionen. Steuerberater sind sich einig, dass die Abschaffung der anonymen Antragstellung eine große Rolle dabei spielt. Viele Steuerzahler zögern, sich zu melden, weil sie ihre Steuerlast vorher kennen müssen. Die Frist für freiwillige Offenlegungen endet am 31. August 2026, aber die Hoffnung, dass viele Gelder ans Licht kommen, scheint gering.
Steuern auf Krypto-Gewinne in Israel
In Israel unterliegen Kapitalgewinne aus Kryptowährungen einer Besteuerung von 25%. Die Berechnung erfolgt nach der FIFO-Methode (First-In-First-Out), was bedeutet, dass die zuerst gekauften Vermögenswerte auch zuerst verkauft werden. Der Gewinn wird auf die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis des ältesten Postens berechnet. Ein steuerpflichtiges Ereignis kann der Verkauf von Krypto gegen Fiat-Währung, die Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen mit Kryptowährungen oder sogar Krypto-zu-Krypto-Tausch sein. Auch Staking-Belohnungen und Airdrops sind steuerpflichtig, wobei das Halten von Krypto (HODL) in der Regel keine Steuerpflicht auslöst.
Besonders interessant ist, dass es in Israel keinen spezifischen Freibetrag für Krypto-Gewinne gibt. Alle Gewinne sind theoretisch steuerpflichtig. Die Steuererklärung muss zwischen April und Juni des Folgejahres eingereicht werden, und wer nicht deklariert, muss mit Steuerzuschlägen von 10% bis 40% rechnen. Das klingt alles ganz schön einschüchternd, oder? Gerade für neue Krypto-Investoren kann das ein echtes Minenfeld sein.
Ein Blick über die Grenze: Krypto-Steuern in Deutschland
Wenn wir über Steuern reden, ist es spannend, auch einen Blick nach Deutschland zu werfen. Hierzulande müssen Krypto-Transaktionen ebenfalls in der Steuererklärung angegeben werden, insbesondere wenn steuerpflichtige Vorgänge wie Verkäufe oder Zahlungen stattfinden. Der große Vorteil in Deutschland? Gewinne aus Krypto-Vorgängen unterliegen bis zu einer Freigrenze von 600 Euro (bis 2023) oder 1.000 Euro (ab 2024) der Steuerbefreiung. Und wenn man seine Krypto-Assets länger als 12 Monate hält, sind die Gewinne sogar komplett steuerfrei! Das hat schon seinen Charme.
Die steuerliche Behandlung von Krypto in Deutschland ist etwas weniger abschreckend, vor allem wenn man die verschiedenen Anlagen und Fristen betrachtet. Das Finanzamt kann Informationen über Kryptotransaktionen durch Meldungen von Börsen erhalten – da wird die Luft schnell dünn, wenn man nicht ordentlich dokumentiert. Aber hey, mit einem Steuerrechner wie Divly kann man die Berechnungen erheblich erleichtern. Das macht das Ganze ein wenig handhabbarer!
Gerade in der dynamischen Welt der Kryptowährungen ist es unerlässlich, sich auch über die steuerlichen Rahmenbedingungen im Klaren zu sein. Egal ob in Israel oder Deutschland – der Teufel steckt oft im Detail. Also, immer schön informiert bleiben!