Der Konflikt um die Regulierung von Prognosemärkten in den USA spitzt sich zu. Am 28. April 2026 hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) den Bundesstaat Wisconsin verklagt, um die Plattformen Kalshi und Polymarket gegen die dort geltenden Glücksspielgesetze zu verteidigen. Dies geschah, nachdem der Generalstaatsanwalt von Wisconsin, Josh Kaul, am 23. April drei Klagen gegen Unternehmen eingereicht hatte, die jährlich über 1 Milliarde US-Dollar mit Sportwetten verdienen. In den Augen von Kaul stellen die Sportwettenverträge dieser Plattformen illegale Wetten dar, die gegen Wis. Stat. 945.03(1m) verstoßen.

Die CFTC sieht sich in ihrer Position bestärkt und erklärt, dass die Staaten sich nicht über den Kongress hinwegsetzen können. Der Streitpunkt dreht sich um die Klassifizierung der Event-Kontrakte: Sind sie als von der CFTC regulierte Derivate einzustufen oder gelten sie als illegales Glücksspiel? Während Kalshi diese Produkte als bundesweit zugelassene Swaps behandelt, betrachtet Wisconsin sie als Wettgeschäft, das in den Bundesstaaten nur in sehr begrenztem Rahmen erlaubt ist, etwa im Rahmen von Vereinbarungen mit Indianerstämmen.

Die Klage und ihre Auswirkungen

Wisconsin argumentiert, dass die Plattformen die staatlichen Glücksspielgesetze umgehen und erhebliche Einnahmen erzielen. In der Klage wird zudem auf die Gewinne von Kalshi verwiesen, die diese Aktivitäten untermauern. Der Generalstaatsanwalt Kaul ist überzeugt, dass die mutmaßliche Ermöglichung von Sportwetten in Wisconsin gestoppt werden muss. Die Klage folgt auf die Einführung des PREDICT-Gesetzes, das politische Wetten auf Prognosemärkten verbietet.

Die CFTC hat in den letzten Wochen auch andere Bundesstaaten wie Arizona, Connecticut, Illinois und New York wegen ähnlicher Maßnahmen verklagt. In Arizona konnte die CFTC bereits eine einstweilige Verfügung erwirken, was einen Präzedenzfall schuf. Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, sowie Vertreter von Robinhood und Kalshi wehren sich vehement gegen die Maßnahmen der Bundesstaaten. Sie argumentieren, dass die Bundesaufsicht der CFTC die Glücksspielgesetze der Bundesstaaten außer Kraft setzt.

Regulatorische Herausforderungen im gesamten Land

Die Prognosemärkte stehen in den USA zunehmend unter Beobachtung. In verschiedenen Bundesstaaten, darunter Nevada und Arizona, sind ähnliche Klagen gegen Plattformen wie Kalshi und Polymarket eingereicht worden. Der Konflikt zwischen den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten und den bundesweiten Vorschriften für Derivate könnte letztendlich den Obersten Gerichtshof der USA erreichen. Der Ausgang dieser rechtlichen Auseinandersetzungen könnte weitreichende Folgen für die Zukunft der Prognosemärkte in den Vereinigten Staaten haben.

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Ein endgültiges Urteil würde klären, ob Sportwettenverträge unter die Zuständigkeit der CFTC oder der staatlichen Glücksspielbehörden fallen. Nutzer in den betroffenen Bundesstaaten könnten auf potenzielle Zugangsbeschränkungen stoßen, was die Nutzung dieser Plattformen erheblich beeinträchtigen könnte. Die regulatorische Landschaft bleibt dabei komplex und ist geprägt von unterschiedlichen Interpretationen in den einzelnen Bundesstaaten und Gerichten.

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