Heute ist der 20.07.2026 und der regulierende Blick auf die Welt der Kryptowährungen wird immer schärfer. Im neuesten Bericht der Financial Action Task Force (FATF) wird deutlich, dass der Kampf gegen illegale Finanzgeschäfte in der Krypto-Welt längst nicht gewonnen ist. Ganze 83 % der befragten Länder haben Fortschritte bei der Regulierung von Kryptowährungen gemacht, insbesondere bei der Umsetzung der sogenannten „Travel Rule“, die den Austausch von Absender- und Empfängerinformationen bei grenzüberschreitenden Zahlungen fordert. Ein bemerkenswerter Anstieg um 10 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr, aber wie so oft – die Theorie ist das eine, die Praxis das andere.

Das Problem? Viele Rechtsordnungen kämpfen nach wie vor mit der effektiven Umsetzung dieser Regelungen. In elf Ländern wird noch an der Umsetzung der FATF-Empfehlung 15 gearbeitet, die speziell die Regulierung von Anbietern virtueller Vermögenswerte (VASPs) betrifft. Und während die FATF eine verstärkte Aufsicht über Offshore-Anbieter von virtuellen Vermögenswerten fordert, ist ein neuer, illegaler Stablecoin aufgetaucht, der so konzipiert ist, dass er Einfrierungen von Vermögenswerten elegant umgeht – ein echter Albtraum für die Aufsichtsbehörden!

Herausforderungen bei der Regulierung

Die Dringlichkeit, mit der FATF-Präsident Giles Thomson die Umsetzung der FATF-Standards betont, ist nicht zu überhören. Kriminelle Netzwerke nutzen zunehmend Stablecoins für Geldwäsche und betrügerische Aktivitäten. Und das ist noch nicht alles: Die Entwicklung von eigenen, einfrierungsresistenten Stablecoins zeigt, dass die Kreativität der Verbrecher keine Grenzen kennt. Die FATF warnt darüber hinaus vor regulatorischen Herausforderungen, die insbesondere bei Offshore-VASPs bestehen. Diese Anbieter sind oft nur schwer zu fassen, was die Risikominderung enorm erschwert.

Eine weitere interessante Facette des Berichts ist, dass die FATF auch die Notwendigkeit unterstreicht, dass lizenzierte VASPs ihre Anti-Geldwäsche- (AML) Risikokontrollsysteme modernisieren müssen. Dazu gehört unter anderem die Analyse von Transaktionen in nicht verwahrten Wallets. Das klingt vielleicht ein bisschen technisch, aber letztlich geht es darum, den Überblick zu behalten und kriminellen Machenschaften das Handwerk zu legen.

Der Blick in die Zukunft

Ein besonders spannender und zugleich besorgniserregender Punkt ist die Warnung vor regulatorischen blinden Flecken im DeFi-Bereich. Hier gibt es noch eine große Lücke in der effektiven Regulierung. Die FATF empfiehlt, spezielle Überwachungsindikatoren für Stablecoin-Transaktionen einzuführen und die Emittenten dieser digitalen Währungen in den Regulierungsrahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung einzubeziehen. Ein kluger, aber auch herausfordernder Schritt, da viel an der praktischen Umsetzung hängt.

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Die FATF hebt hervor, dass, trotz der verbesserten institutionellen Abdeckung der Geldwäschebekämpfung für virtuelle Vermögenswerte, immer noch große Lücken bestehen. Jurisdiktionen mit schwacher Durchsetzung der Travel Rule bergen höhere Compliance-Risiken für VASPs. Hier ist also noch viel Arbeit notwendig, um die Krypto-Welt sicherer zu machen.