Philippinische Zentralbank setzt neue Maßstäbe: Strenge Regeln für Kryptowährungen und das Ende der Privacy Coins
Heute ist der 17.06.2026 und die Welt der Kryptowährungen, ja, die hat sich ganz schön gewandelt. Ein besonders starkes Zeichen setzt jetzt die Bangko Sentral ng Pilipinas (BSP), die philippinische Zentralbank. Die hat neue, strengere Richtlinien für Anbieter von Dienstleistungen im Bereich virtueller Vermögenswerte (VASPs) eingeführt. Das Ganze wurde mit einem klaren Ziel ins Leben gerufen: den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität zu gewährleisten. Und das geht Hand in Hand mit einem Verbot für Privacy Coins. Also, Zcash und Monero, euer Spiel ist erstmal vorbei.
Mit dem Memorandum Nr. M-2026-023, das Anfang Juni von der stellvertretenden BSP-Gouverneurin Lyn Javier unterzeichnet wurde, werden Anbieter jetzt auf Basis von sechs regulatorischen Säulen bewertet. Diese Säulen sind alles andere als ein Gerücht – sie umfassen Glaubwürdigkeit, Marktresilienz, Anwendungsfälle, Integrität, Einlösung und Liquidität sowie Compliance. Ein ganzes Regelwerk, das den VASPs nicht nur das Leben schwer macht, sondern auch dafür sorgen soll, dass alles sicher und transparent abläuft. Moment mal – die BSP hat bis jetzt nur 11 VASPs genehmigt, die Kryptohandel, -verwahrung und -umtausch auf den Philippinen betreiben dürfen. Das ist nicht viel, oder? Auch Binance hat es nicht leicht, sich im Regulierungsrahmen der BSP zurechtzufinden. Es bleibt spannend.
Strenge Auflagen und ein Verbot
Die neuen Vorschriften haben auch zur Folge, dass die VASPs ihre internen Regeln für die Notierung von Token entwickeln dürfen, solange diese den regulatorischen Standards entsprechen. Aber das Verbot für die Listung, Werbung oder Unterstützung von anonymitätsfördernden oder datenschutzorientierten virtuellen Vermögenswerten steht wie ein Damoklesschwert über der Szene. Coins.ph und andere lokale Plattformen haben sich schon von Privacy Coins wie Zcash und Monero ferngehalten. Und trotzdem – der Sektor der Privacy Coins hat eine Marktkapitalisierung von 54,05 Milliarden US-Dollar erreicht. Das ist ja fast schon beeindruckend, angeführt von ZEC und XMR mit 8,76 Milliarden bzw. 6,53 Milliarden US-Dollar. Irgendwie paradox, oder?
Ein Blick über die Grenzen hinaus zeigt, dass die Regulierung von Kryptowährungen nicht nur auf den Philippinen ein heißes Thema ist. Tatsächlich gibt es weltweit Bestrebungen, diese noch junge Branche zu regulieren. Der erste Bitcoin wurde 2009 geschaffen und seither sind tausende Kryptowährungen entstanden. Die Technologien entwickeln sich rasant weiter und das Kryptosystem bleibt im Vergleich zum traditionellen Finanzsystem eine kleine, isolierte Nische. Aber die Risiken, die mit all dem verbunden sind, haben wir in den letzten Jahren gut zu spüren bekommen. Skandale wie der Zusammenbruch der Handelsplattform FTX im Herbst 2022 haben uns die Augen geöffnet. Europäische und internationale Regulierungsbehörden sind hellwach und beobachten die Entwicklungen ganz genau.
Regulierung und Harmonisierung
Die Regulierung erfolgt nach dem „regulate and contain“ Prinzip. Das Ziel? Das System zu regulieren und Ansteckungsrisiken mit dem traditionellen Finanzsystem zu minimieren. Die europäische Verordnung zur Regulierung von Märkten, bekannt als MiCAR, wurde am 9. Juni 2023 veröffentlicht und trat kurz danach in Kraft. Sie soll einen harmonisierten europäischen Rechtsrahmen für nicht regulierte Kryptowerte schaffen. Klingt nach einem Plan! Die Akteure im Kryptosystem müssen sich nun an neue Regeln zur Unternehmensführung und Eigenmittelausstattung halten. In Deutschland beaufsichtigt die BaFin in Zusammenarbeit mit der Bundesbank die Emittenten von Stablecoins und E-Geld-Token. Das ist ein wichtiger Schritt, um mehr Ordnung in diese chaotische Welt zu bringen.
Und so bleibt die Welt der Kryptowährungen weiterhin ein spannendes Terrain, in dem neue Regeln und Vorschriften immer wieder aufgestellt werden. Die Entwicklung bleibt abzuwarten – sowohl auf den Philippinen als auch in Europa. Wir sind in einem ständigen Wandel, und das ist vielleicht das Spannendste an der ganzen Geschichte. Wer hätte gedacht, dass ein paar digitale Münzen einmal so viel Aufregung und Diskussionen auslösen würden? Es bleibt also nichts anderes übrig, als die Augen offen zu halten und gespannt zu verfolgen, wie sich alles weiterentwickelt.
