Kampf um Klarheit: Der CLARITY Act und die Zukunft digitaler Vermögenswerte in den USA
Heute ist der 20.07.2026 und die Regulierung der digitalen Vermögenswerte in den USA steht vor einem entscheidenden Moment. Das Repräsentantenhaus hat den ersten Jahrestag des CLARITY Acts gefeiert, jedoch bleibt der Gesetzentwurf im Senat blockiert. Ein echtes Hin und Her! Was das Ganze noch komplizierter macht: Experten warnen, dass die Streichung von Abschnitt 604 Entwickler von Kryptowährungen dem Bankgeheimnisgesetz unterwerfen könnte. Und das wäre ein echter Rückschritt für die Branche.
Der Senat hat eine Abstimmung zum CLARITY Act für vor der Sommerpause im August angekündigt, doch die Verabschiedung der Marktstrukturvorschriften bleibt ungewiss. Gesetzgeber betonen, dass die gegenwärtige „Regulierung durch Durchsetzung“ die Innovationskraft in den USA hemmt. Viele Unternehmen im Bereich digitaler Vermögenswerte haben sich dadurch ins Ausland zurückgezogen – und das ist echt bitter! Politischer Gegenwind, insbesondere rund um Donald Trump, macht die Situation nicht einfacher. Die Befürworter des Gesetzes setzen große Hoffnungen in eine bevorstehende Abstimmung, die als wichtiger Schritt zu einem klaren bundesweiten Rahmen für digitale Vermögenswerte gilt.
Abschnitt 604 und seine Implikationen
Jetzt wird’s spannend! Abschnitt 604 des CLARITY Acts ist ein heißes Eisen, das nicht nur Entwickler nicht-verwahrender Blockchains schützt, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für Softwareentwicklung im Finanzsektor auf den Prüfstand stellt. Interessenverbände wie Coin Center und die Blockchain Association betrachten diesen Abschnitt als nicht verhandelbar. Eine Streichung könnte bedeuten, dass Softwareentwicklung mit Finanzdienstleistungen gleichgesetzt wird – und das bringt rechtliche Herausforderungen mit sich, die keiner wirklich will.
Die US-Polizeiverbände warnen, dass die Durchsetzung von § 604 die Kontrollmöglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden erheblich einschränken könnte. Sie befürchten, dass der Wortlaut des Gesetzentzugs auch andere Akteure schützt, die am Transfer digitaler Vermögenswerte beteiligt sind. Und auf der anderen Seite gibt es die Befürworter, die argumentieren, dass § 604 Bauträger schützt, die nicht als Verwahrer fungieren. Man fragt sich, wo hier die Balance bleibt.
Die internationale Perspektive
Die Entwicklungen rund um den CLARITY Act sind nicht nur für die USA von Bedeutung. Seit der Schaffung des ersten Bitcoins im Jahr 2009 sind tausende Kryptowährungen entstanden, und das Kryptosystem entwickelt sich schnell weiter. Europäische und internationale Regulierungsbehörden beobachten die Entwicklungen im Kryptobereich genau, vor allem nach Skandalen wie dem Zusammenbruch der Handelsplattform FTX im Herbst 2022. Die Risiken des Kryptosystems hängen stark von dessen Größe und der Vernetzung mit dem traditionellen Finanzsystem ab.
In Europa wurde am 9. Juni 2023 die europäische Verordnung zur Regulierung von Märkten (MiCAR) veröffentlicht, die am 29. Juni 2023 in Kraft trat. Ziel dieser Verordnung ist es, einen harmonisierten europäischen Rechtsrahmen für nicht-regulierte Kryptowerte zu schaffen. Auch in Deutschland hat die BaFin in Zusammenarbeit mit der Bundesbank die Aufsicht über Emittenten von Stablecoins und E-Geld-Token übernommen. Die Regulierungslandschaft ist also alles andere als statisch und entwickelt sich ständig weiter.
Die Diskussionen über die Regulierung digitaler Vermögenswerte sind vielfältig und komplex. Während die einen auf klare Standards für den Geldtransfer pochen, fordern andere, dass kleine Bitcoin-Transaktionen von Steuerverpflichtungen befreit werden. Der wirtschaftliche Nutzen könnte dadurch erheblich gesteigert werden. Irgendwie fühlt sich das an wie ein Balanceakt auf einem Drahtseil: auf der einen Seite die Notwendigkeit der Regulierung, auf der anderen Seite die Freiheit der Innovation. Wo das Ganze hinführt? Schauen wir mal!
