Heute ist der 4.05.2026 und während die Welt um uns herum in einem ständigen Wandel ist, dreht sich im Krypto-Universum alles um Bitcoin. Der erfahrene Trader Peter Brandt hat kürzlich eine kühne Prognose aufgestellt: Bis 2029 könnte der Bitcoin-Kurs auf unglaubliche 250.000 US-Dollar steigen. Aber – und das ist ein großes Aber – bevor es so weit kommt, muss der Bitcoin erst einmal einen langwierigen Bodenbildungsprozess durchlaufen. Das Ganze könnte bis September 2026 dauern, und Brandts Vorhersage basiert auf dem bekannten vierjährigen Belohnungs-Halbierungszyklus beim Bitcoin-Mining.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Bitcoin-Bullenmärkte in der Regel ihren Höhepunkt etwa 16 bis 18 Monate nach einer vierteljährlichen Halbierung erreichen. Neue Aufwärtstrends beginnen meistens 12 bis 18 Monate vor der nächsten Halbierung. Im aktuellen Zyklus erreichte Bitcoin im Oktober 2025 seinen Höchststand, was etwa 18 Monate nach der Halbierung im April 2024 geschah. Die Halbierung hat die Mining-Belohnung von 6,25 auf 3,125 BTC pro Block reduziert, was das Angebot verknappen dürfte.
Der Bärenmarkt und die Erwartungen
Brandt erwartet, dass der Bärenmarkt um Oktober 2026 seinen Tiefpunkt erreicht. Eine Rallye könnte folgen, allerdings ohne das Tief vom Februar 2023 zu unterschreiten. Im schlimmsten Fall könnte der Kurs in die 50er oder hohe 40er Bereiche zurückfallen, bevor der große Aufstieg auf 250.000 US-Dollar beginnen kann. Momentan steht Bitcoin bereits bei 80.300 US-Dollar – ein Anstieg von über 25 % seit Anfang Februar 2023. Brandt betont, dass seine Prognose stark von der Einhaltung historischer Muster abhängt und dass er bereit ist, seine Einschätzung zu überdenken, sollte sich die Kursentwicklung in eine andere Richtung bewegen.
Doch wie realistisch sind diese Erwartungen? In der Finanzwelt gibt es nicht nur Brandts optimistische Sichtweise. Pessimisten sehen Bitcoin möglicherweise nur zwischen 25.000 und 60.000 US-Dollar. Die Gründe dafür? Eine drohende US-Rezession, hohe Zinsen der Federal Reserve und massive Abflüsse bei Bitcoin-ETFs könnten die Preise stark drücken. Im schlimmsten Fall könnte der Kurs um 80 % fallen! Für die Experten von Fundstrat könnte es sogar ein „dormant year“ geben, ohne die erhoffte Rallye.
Prognosen im Überblick
Die realistischen Prognosen schwanken zwischen 75.000 und 170.000 US-Dollar. Ein Konsens deutet darauf hin, dass eine moderate Erholung durch einen Supply-Shock nach der Halbierung und stabile Zuflüsse bei ETFs (20-50 Mrd. USD netto) möglich sein könnte. Forbes und IG sehen Bitcoin Ende 2026 bei 120.000 bis 170.000 US-Dollar. Und Changelly hat sogar Minimumwerte von 130.500 und Durchschnittswerte von 134.200 US-Dollar kalkuliert.
Optimistische Stimmen schrauben die Erwartungen noch höher. Sie sprechen von Preisen zwischen 200.000 und 400.000 US-Dollar. Katalysatoren für solche Entwicklungen könnten Zinssenkungen der Fed, eine pro-krypto Regulierung oder massive ETF-Zuflüsse über 100 Mrd. USD sein. Fundstrat beispielsweise hat sogar Prognosen über 400.000 US-Dollar aufgestellt. Man kann sagen, die Meinungen gehen weit auseinander, und jeder hat seine eigene Glaskugel.
Wie kommt man zu diesen Prognosen? Ein Mix aus technischer Analyse, fundamentalen Daten und Stimmungsanalysen spielt eine Rolle. Auch wirtschaftliche und politische Faktoren sowie moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz können die Prognosegenauigkeit verbessern. Das bekannte Stock-to-Flow-Modell setzt die Umlaufmenge (Stock) ins Verhältnis zur jährlichen Produktion (Flow) – je höher der Wert, desto knapper wird Bitcoin.
Bitcoin, 2009 gegründet, um Kontrolle über das eigene Vermögen ohne zentrale Dritte zu ermöglichen, hat seither eine bewegte Geschichte hinter sich. Und während die Skalierungsprobleme und hohen Transaktionsgebühren immer wieder zur Diskussion stehen – man denke an SegWit und das Lightning-Netzwerk – bleibt Bitcoin ein faszinierendes Thema für Trader und Investoren.