Heute ist der 25.07.2026 und wir blicken auf eine spannende Entwicklung im indischen Kryptomarkt. Ein Parlamentsausschuss hat die Regierung aufgefordert, Selbstregulierungsorganisationen (SROs) in die Regulierung des Kryptomarktes einzubeziehen. Das klingt vielleicht auf den ersten Blick etwas trocken, aber es könnte tatsächlich die Wende für die digitale Vermögenslandschaft in Indien einleiten. Die Idee dahinter? SROs sollen unter der Aufsicht der Reserve Bank of India (RBI) oder der Securities and Exchange Board of India (SEBI) als vorläufige Aufsichtsbehörde fungieren, bis eine umfassende Gesetzgebung in Kraft tritt.

Ein bisschen mehr Klarheit im Dschungel der digitalen Assets wäre nicht schlecht, oder? Der 36. Bericht des Ständigen Parlamentsausschusses für Finanzen, der am 23. Juli dem Parlament vorgelegt wurde, sieht genau diese Klarheit vor. Die SROs wären dafür zuständig, Verhaltensstandards durchzusetzen, Devisenreserven zu prüfen und auch Kundenbeschwerden zu bearbeiten. Das klingt doch nach einem Schritt in die richtige Richtung!

Ein gesetzliches Vakuum

Aktuell hat Indien kein Gesetz, das digitale Vermögenswerte als formale Anlageklasse anerkennt. Stattdessen gibt es eine pauschale Steuer von 30 % auf Kryptogewinne und eine Quellensteuer von 1 % auf Transaktionen. Das hat zur Folge, dass weniger als 25 % der Krypto-Händler ihre Gewinne melden – das ist schon eine ordentliche Zahl, die uns zeigt, wie viele im Schatten agieren. Das Finanzministerium hat klargestellt, dass Krypto-Assets in Indien keiner Regulierung unterliegen, abgesehen von den Steuer- und Geldwäschebekämpfungspflichten. Dabei ist die indische Einheit zur Bekämpfung von Geldwäsche bereits mit Fällen von Geldwäsche im Zusammenhang mit Krypto-Assets beschäftigt.

Interessanterweise berichtet Raghav Chadha, dass etwa 73 % des indischen Kryptohandelsvolumens auf ausländische Börsen abgewandert sind. Das lässt einen schon etwas schaudern – wo ist die heimische Wirtschaft, wenn nicht im eigenen Land? Kritiker des bestehenden Steuersystems argumentieren, dass es Krypto-Aktivitäten ins Ausland drängt. Und das ist nicht gerade förderlich für eine nachhaltige Entwicklung des Marktes. Manhar Garegrat bezeichnete die Empfehlungen des Ausschusses als einen Schritt zu einem ausgereifteren Ökosystem für digitale Vermögenswerte in Indien.

Der Ball liegt bei der Regierung

Was nun folgt, ist an die Regierung übergeben. Sie hat die Aufgabe, eine solide Gesetzgebung und rechtliche Klarheit für digitale Vermögenswerte auszuarbeiten. Die RBI hat bereits ein vollständiges Verbot von Kryptowährungen für Banken gefordert und äußerte Bedenken hinsichtlich privater, an Fiatgeld gebundener Kryptowährungen. Das zeigt, dass die Bedenken groß sind, aber die Bereitschaft, ein reguliertes Umfeld zu schaffen, ebenfalls wächst. Es bleibt abzuwarten, wie schnell und in welchem Umfang diese gesetzlichen Rahmenbedingungen in Indien implementiert werden.

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In einer Zeit, in der die Weltwirtschaft zunehmend digitaler wird, ist es unerlässlich, dass auch Indien in dieser Hinsicht aufholt. Der Weg zur Regulierung könnte eine derartige Dynamik im Krypto-Markt auslösen, dass das Land von einer neuen Ära digitaler Innovationen profitieren könnte. Die nächsten Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die Regierung die notwendigen Schritte unternimmt, um dieses Potenzial auszuschöpfen.