Trump und die Krypto-Revolution: Vom Skeptiker zum Milliarden-Mogul
Heute ist der 5.07.2026. Wer hätte gedacht, dass Donald Trump, der einst Bitcoin als „Betrug“ bezeichnete und hohe Regulierung forderte, jetzt selbst in der Welt der Kryptowährungen so richtig absahnen würde? In einem aktuellen Finanzbericht an das US-Büro für Regierungsethik kam ans Licht, dass Trump im vergangenen Jahr über 1,4 Milliarden Dollar aus Kryptogeschäften seiner Familie verdient hat. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn 2025 summierten sich seine Gewinne auf mindestens 2,2 Milliarden Euro, die auch durch Immobilieninvestments und Lizenzgebühren kamen.
In einem Interview von 2021, während er noch im Amt war, äußerte Trump, dass Kryptowährungen stark schwankend seien und nichts weiter als „kein Geld“. Doch während seiner Amtszeit zeichnete sich ein Wandel ab. Er fand neue Wege, um Geld zu verdienen, darunter Geschäfte im Kryptobereich, wie etwa die Meme Coins mit dem Namen „$TRUMP“. Ironischerweise scheint er damit ein ganz neues Publikum erreicht zu haben.
Die Krypto-Dollars
Trump verbuchte im Jahr 2025 über eine Milliarde Dollar aus seinen Krypto-Geschäften. Ein großer Teil dieser Summe kommt von seiner Beteiligung an World Liberty Financial, die ihm mehr als 500 Millionen Dollar einbrachte. Dieses Unternehmen, das sich mit Kryptowährungen befasst, ist Teil von Trumps Familienimperium. Die Celebration Coins, die ebenfalls im Rahmen seines Meme-Coin-Geschäfts unter dem Namen CIC Digital laufen, bescherten ihm weitere 635 Millionen Dollar. Diese digitalen Münzen, die oft Bilder aus dem Internet oder der Popkultur aufgreifen, wurden nicht gerade als wertschöpfende Investitionen beworben, sondern eher als Ausdruck der Unterstützung seiner Marke.
Doch nicht alles läuft rund. Käufer von Trumps Meme Coins verloren bis Ende Juni über 3,8 Milliarden Dollar. Kritische Beobachter und politische Gegner sind empört über Trumps finanzielle Aktivitäten, doch das scheint ihn nicht weiter zu stören. Er hat sich nicht aus den Geschäften seiner Familie zurückgezogen und sieht keine Probleme mit Interessenkonflikten. Ein Beispiel: Am Tag seiner Deregulierungspläne im KI-Bereich erwarb er Anteile an sechs Firmen, die von diesen Maßnahmen profitieren würden. Das wirft natürlich Fragen auf. Die Republikaner haben mittlerweile Angst, die Mehrheit im Repräsentantenhaus zu verlieren, während Trumps Zustimmungswerte in den Keller gehen.
Ein Spiel mit dem Feuer?
Bill Clinton hat es auf den Punkt gebracht: Trump und seine Verbündeten haben die Regierung zu einem „Profitcenter“ für sich selbst gemacht. Das ist schon eine gewagte Aussage, zumal die US-Regierung die Vorwürfe von Interessenkonflikten zurückwies. Trumps Vermögen wird nicht von ihm selbst verwaltet – was auch immer das bedeuten mag. Um das Ganze noch abzurunden, begnadigte er Changpeng Zhao, den Gründer von Binance, und schuf damit eine enge geschäftliche Verbindung zu World Liberty Financial.
Es bleibt abzuwarten, wie sich Trumps Krypto-Geschäfte entwickeln werden. Seine Marke bleibt stark, trotz der wirtschaftlichen Probleme, die viele seiner Anhänger betreffen. Ob er tatsächlich die USA zur „Bitcoin-Supermacht“ machen wird oder ob sich das Ganze als ein riskantes Spiel herausstellt, bleibt offen. Die Zukunft wird zeigen, ob Trump es schafft, seine Krypto-Abenteuer in einen nachhaltigen Erfolg zu verwandeln.
