Heute ist der 10.06.2026 und es gibt spannende Neuigkeiten aus der Welt der Prognosemärkte! Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat einen neuen Rahmen für die Regulierung von Ereignisverträgen vorgeschlagen. Am 10. Juni 2026 wurde ein 90-tägiger Prüfungsprozess für spezifische Ereignisverträge ins Leben gerufen. Das könnte nicht nur für Plattformen wie Kalshi klare Regeln bringen, sondern auch für Polymarket eine vorteilhafte rechtliche Unsicherheit verringern. Die CFTC möchte mit diesem neuen Ansatz, der die vorherige, nicht umgesetzte Regel ersetzt, für mehr Klarheit sorgen.
Der neue Vorschlag, Release Nr. 9249-26, ändert die Verordnung 40.11 und führt einen neuen Anhang F hinzu. Anstatt kategorische Verbote zu erlassen, wird ein definierter Bewertungsprozess vorgeschlagen. Das heißt, bei der Einreichung eines Ereignisvertrags wird die CFTC prüfen, ob dieser dem öffentlichen Interesse schadet. Dabei werden wichtige Begriffe wie „Glücksspiel“ und „beziehen“ klar definiert. Die öffentliche Kommentierungsfrist für die Branche wird zwischen 30 und 90 Tagen liegen – und neue Vertragsanmeldungen stehen an!
Ein klarerer Weg für Prognosemärkte
Die CFTC hat auch umfassende Änderungen an der Verordnung 40.11 im Jahr 2024 vorgeschlagen, die jedoch im Februar 2026 zurückgezogen wurden. Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Regelungen von den Marktteilnehmern aufgenommen werden. Standardkontrakte auf Sportergebnisse könnten unter dem neuen Rahmen genehmigt werden, während spekulativere Mikro-Wettkontrakte einer strengen Prüfung unterzogen werden. Krypto-native und Offshore-Plattformen wie Polymarket könnten von dieser neuen rechtlichen Situation profitieren.
Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass Verträge über Krieg, Terrorismus und Attentate nach wie vor als die wahrscheinlichsten Kandidaten für ein Verbot gelten. Branchenvertreter und Wissenschaftler werden sich intensiv mit den Definitionen von „Glücksspiel“ und „beteiligend“ auseinandersetzen müssen. Die CFTC sieht sich auch mit der Herausforderung konfrontiert, die Handelsfreiheit nicht unnötig einzuschränken und die Marktteilnehmer nicht in ihrer Entscheidungsfreiheit zu behindern.
Die Definition von Glücksspiel im Fokus
Eine Gruppe, die Vorhersagemarktplattformen vertritt, hat die Regulierungsbehörden aufgefordert, die Definition von „Glücksspiel“ zu präzisieren. Sie warnen davor, dass eine zu weite Auslegung das Wachstum der Branche gefährden könnte. Ihr Argument: Aktuelle Regeln erfassen möglicherweise Aktivitäten, die nicht als Glücksspiel gelten sollten. Plattformen wie Kalshi bezeichnen ihre Produkte als Finanzinstrumente und nicht als Wettdienste. Hier wird es spannend: Die zentrale Debatte betrifft eine CFTC-Regel, die Verträge einschränkt, die mit „Terrorismus, Attentaten, Krieg, Glücksspiel oder illegalen Aktivitäten“ verknüpft sind.
Die Koalition fordert eine enge Definition von „Gaming“, die sich auf Casinospiele beschränkt, während sportbezogene Verträge ausgeschlossen werden. Das ist wichtig, um Prognosemärkte vom traditionellen Glücksspiel abzugrenzen. Eine formale Regelung zur Definition von „Glücksspiel“ könnte hier Klarheit schaffen. Interessanterweise wurde die Frage der Einordnung von Sportwetten als Casinospiele bereits vor Gericht behandelt. Das zeigt, wie vielschichtig und umstritten das Thema ist.
CFTC: Die ausschließliche Aufsicht
Die CFTC hat sich immer wieder als die alleinige Aufsichtsbehörde für US-Prognosemärkte positioniert. Ereignisverträge fallen in ihren Zuständigkeitsbereich und sind nicht den Glücksspielgesetzen der Bundesstaaten unterworfen. Das ist ein weiterer Grund, warum die CFTC sich gegen die Bestrebungen mehrerer Bundesstaaten wehren muss, die diese Märkte als illegales Glücksspiel einstufen möchten. Am 17. Februar 2026 reichte die CFTC einen Amicus-Schriftsatz beim US-Berufungsgericht ein, um sich in einem Rechtsstreit zwischen Crypto.com und dem Bundesstaat Nevada zu positionieren.
Die CFTC-Vorsitzende Michael Selig hat betont, dass die Behörde nicht tatenlos zusehen wird, während die Staaten versuchen, ihre Zuständigkeit zu untergraben. Ereignisverträge spielen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle und sollten nach Bundesrecht als Derivate betrachtet werden. Die anstehenden Regelungsmaßnahmen könnten die Unterstützung für Handelsplätze, die Event-Kontrakte listen, stärken, einschließlich Krypto-Plattformen. Wenn die Gerichte der CFTC Recht geben, könnten die Versuche, Prognosemärkte zu verbieten, auf rechtliche Hürden stoßen. Die Debatte um die Regulierung von Prognosemärkten wird uns also sicher noch eine Weile beschäftigen.