In den letzten Tagen hat der Entwurf des CLARITY Act für ordentlich Aufsehen gesorgt. Führende Mitglieder des Bankenausschusses des Senats haben den Gesetzentwurf verteilt, und die Spannung ist greifbar – eine mögliche Abstimmung steht vor der Tür, und die Wähler scheinen sich zu positionieren. Eine Umfrage zeigt, dass 52 % der Wähler dem CLARITY Act zustimmen, wenn er neutral beschrieben wird. Das könnte für die Gesetzgeber ein starkes Signal sein, denn es zeigt, dass ein gewisses Interesse und Unterstützung in der Bevölkerung vorhanden sind.

Der Gesetzesentwurf behandelt zentrale Fragen zur Regulierung digitaler Vermögenswerte, insbesondere Stablecoins. Dabei gibt es einige ungeklärte Passagen, ethische Formulierungen und die Belohnungen für Stablecoins sind echte Knackpunkte. Der Bankenausschuss plant, am 8. Mai Änderungen bekannt zu geben, und es wird erwartet, dass die demokratischen Fraktionen weitere Anpassungen vornehmen. Branchenvertreter äußern sich positiv über den Entwurf, auch wenn einige Abschnitte noch ungelöst sind. Der Druck zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs ist gestiegen, vor allem, weil das Weiße Haus eine Verabschiedung bis zum 4. Juli wünscht.

Der Streit um Stablecoins

Stablecoins sind ein heißes Thema, besonders wenn es um die Frage der Zinsen geht. Banken befürchten, dass klassische Einlagen durch Stablecoins ersetzt werden könnten. Ein Kompromiss, der von Senatoren wie Thom Tillis und Angela Alsobrooks vorangetrieben wird, besagt, dass passive Erträge für das Halten von Stablecoins untersagt werden, während aktivitätsbasierte Vergütungen weiterhin erlaubt bleiben sollen. Das könnte den Wettbewerb unter den Anbietern neu beleben, ohne die Banken völlig auf die Palme zu bringen.

Der GENIUS Act, der im Juli 2025 in Kraft trat, hat bereits strenge Anforderungen für Stablecoin-Emittenten festgelegt. Diese müssen Reserven im Verhältnis von mindestens 1:1 zu den ausgegebenen Stablecoins halten, was bedeutet, dass nur zugelassene Emittenten Stablecoins in den USA ausgeben dürfen. Diese Reserven dürfen aus US-Dollar, Geldern bei regulierten Einlageneinrichtungen und bestimmten kurzfristigen Staatsanleihen bestehen. Ein heiß diskutierter Punkt bleibt jedoch das Verbot, Zinsen oder Erträge an Stablecoin-Inhaber zu zahlen.

Die Reaktionen und die Zukunft

Die Reaktionen auf den CLARITY Act sind gemischt. Während einige Branchenvertreter die neuen Regelungen als notwendig erachten, um Rechtssicherheit zu schaffen, befürchten andere, dass diese Maßnahmen die Innovation im Krypto-Sektor bremsen könnten. Eine Umfrage von HarrisX zeigt, dass 70 % der Wähler der Meinung sind, die USA hätten bereits ein Kryptogesetz verabschieden sollen. Das lässt darauf schließen, dass es in der Bevölkerung einen großen Hunger nach Klarheit und Regulierung gibt.

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Experten erwarten, dass Stablecoins bis 2026 zu einer zentralen Finanzinfrastruktur werden. Die Diskussion über das Gleichgewicht zwischen Innovation und Stabilität wird entscheidend sein, insbesondere wenn man bedenkt, dass der globale Stablecoin-Markt bis Juni 2025 auf etwa 255 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Fast 99 % dieser Stablecoins sind an den US-Dollar gekoppelt – ein Hinweis darauf, wie tief verwurzelt diese digitalen Währungen bereits in unserem Finanzsystem sind.

Am Ende wird es spannend zu sehen sein, wie sich die regulatorische Landschaft entwickelt und ob der CLARITY Act tatsächlich den erhofften Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen kann. Die Anleger können sich jedoch darauf freuen, dass sie mit Stablecoins Geld verdienen können, indem sie ihre Token über Handelsplätze wie Aave verleihen. Dort werden Zinsen gezahlt, die je nach Handelsplatz, Stablecoin und Anlagedauer variieren können. So könnten Anleger trotz der strengen Regelungen weiterhin von ihren Investments profitieren.