Hyperliquid, die Layer 1-Blockchain, die 2023 das Licht der Welt erblickte, hat sich schnell als eine der größten dezentralen Börsen (DEX) für den Perpetual Future-Handel etabliert. Entwickelt von Jeff Yan und einem Team ehemaliger Händler von Chameleon Trading, vereint sie die Geschwindigkeit zentralisierter Börsen (CEXs) mit den Vorteilen der Selbstverwahrung, die DEXs bieten. Das zentrale Auftragsbuch (CLOB) ermöglicht eine schnelle und effiziente Abwicklung von Geschäften. Für viele Händler ist dies ein echter Game-Changer: kein lästiges Warten auf Bestätigungen, sondern blitzschnelle Trades direkt auf der Blockchain.

Die Einführung von HyperEVM – einer Ethereum Virtual Machine (EVM)-kompatiblen Plattform – hat Hyperliquid noch weiter aufgewertet. Dadurch wird die Geschwindigkeit von Hyperliquid für DeFi-DApps zugänglich gemacht. Diese Integration bedeutet, dass Entwickler ihre kreativen Ideen in Form von dezentralen Anwendungen (dApps) realisieren können, ohne Kompromisse bei der Performance eingehen zu müssen. Und das Beste daran? Händler können ihre eigenen Wallets verknüpfen und ihre Geschäfte direkt in der Blockchain abwickeln – ein Gefühl von Kontrolle, das viele Nutzer schätzen werden.

Die Handelsfunktionen und Gebührenstruktur

Hyperliquid ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern bietet auch eine beeindruckende Palette an Handelsinstrumenten. Nutzer können Perpetual Futures, Stop-Loss und Take-Profit Aufträge sowie verschiedene Margin-Handelsarten nutzen. Die Gebührenstruktur ist dabei äußerst attraktiv: Maker-Gebühren liegen bei nur 0,01 % und Taker-Gebühren bei etwa 0,035 % – und das ganz ohne Gasgebühren! Die Plattform hat sich schnell als die größte DEX für Perpetual Future-Handel etabliert, was nicht nur das Handelsvolumen betrifft, sondern auch das Vertrauen der Händler in die Zuverlässigkeit des Systems.

Ein weiteres spannendes Feature ist die Einführung einer Spotbörse im April 2024, die ein öffentliches Auktionssystem für neu gelistete Token bietet. Händler können Assets in Pools, auch bekannt als Vaults, einzahlen, die von anderen Nutzern verwaltet werden. Die Vault-Leader haben die Möglichkeit, 10 % der Gewinne zu verdienen. Das ist wie ein kleines Unternehmen innerhalb der Plattform – eine Möglichkeit, vom Erfolg anderer zu profitieren.

Risiken und Herausforderungen im DeFi-Sektor

Doch wie in jedem aufregenden neuen Bereich gibt es auch hier Risiken. Smart Contract Risiken, Netzwerkrisiken und Marktliquiditätsrisiken sind nur einige der Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Auch die Frage der Regulierung steht im Raum. Innovative Vorschläge zur Regulierung von DeFi-Anwendungen wurden bereits formuliert, um den technischen Eigenschaften gerecht zu werden. Die Bank für internationalen Zahlungsverkehr (BIS) schlägt vor, dass Aufsichtsbehörden Register in DLT-Netzwerken automatisch überwachen. So könnten potenzielle Risiken schneller erkannt und gemindert werden.

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Die EU-Kommission hat eine Studie veröffentlicht, die vier Regulierungskonzepte vorschlägt, um DeFi-Protokolle besser zu kontrollieren. Ein wichtiger Aspekt hierbei sind Oracles, die als Datenlieferanten für Smart Contracts fungieren. Da sie Informationen bereitstellen, die nicht auf der Blockchain existieren, spielen sie eine entscheidende Rolle, aber auch das Risiko eines Single-Point-of-Failure durch wenige große Anbieter ist nicht zu vernachlässigen. Hier könnte es notwendig sein, bestehende aufsichtsrechtliche Instrumente an die technischen Eigenheiten von DeFi anzupassen.

Die Komplexität dieser Technologien stellt zudem eine Herausforderung für nicht-technisch versierte Anwender dar. Es ist nicht immer einfach, die Funktionalitäten von Smart Contracts zu verstehen. Daher ist es wichtig, Best Practices zur sicheren Programmierung und Auditierung der Codes zu fördern. Auch Banken könnten als Vertrauensinstanz agieren, müssen dabei jedoch KYC-Anforderungen erfüllen.

Hyperliquid und der gesamte DeFi-Sektor stehen also an einem spannenden, aber auch herausfordernden Punkt. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, aber es gibt auch Stolpersteine, die es zu beachten gilt. Das Zusammenspiel von Innovation und Regulierung wird entscheidend sein, um die langfristige Stabilität und das Vertrauen in diese neuen Finanzierungsmodelle zu gewährleisten. Wer weiß, vielleicht stehen wir erst am Anfang einer Revolution im Finanzsektor, die die Art und Weise, wie wir Geld wahrnehmen und nutzen, grundlegend verändern wird.