Krypto unter Druck: Die Angst greift um sich
Die Krypto-Welt – ein Ort voller Höhen und Tiefen, der sich in den letzten 24 Stunden wieder einmal von seiner schillerndsten Seite gezeigt hat. Bitcoin hat in dieser kurzen Zeit etwa 1,7 Prozent verloren und fiel unter die 62.000 US-Dollar-Marke. Ein schmerzhaftes Stück für die Anleger, die auf eine Erholung hoffen. Auch die wöchentliche Bilanz sieht nicht viel besser aus: Ein Minus von knapp vier Prozent ist da zu verzeichnen. Ethereum, einst der strahlende Stern der Kryptowährungen, hat ebenfalls nachgelassen und notiert jetzt bei rund 1.600 US-Dollar, was einem Rückgang von 1,5 Prozent entspricht. Und auch XRP und Solana konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen – sie gaben um 1,4 und 0,7 Prozent nach.
Insgesamt wird die Marktkapitalisierung des Krypto-Marktes auf etwa 2,2 Billionen US-Dollar geschätzt, was einem Rückgang von 1,7 Prozent entspricht. Ein echter Schock, wenn man bedenkt, dass der Markt in den letzten Jahren wie ein Phönix aus der Asche emporstieg. Aber die Stimmung ist angespannt. Der Fear and Greed Index zeigt „extreme Angst“ an – eine klare Warnung, dass viele Investoren verunsichert sind. Adam Livingston hat kürzlich darauf hingewiesen, dass Bitcoin zum ersten Mal unter die Bitbo Power Law Support Line gefallen ist, eine wichtige Trendlinie für viele Anleger. In früheren Bärenmärkten hat Bitcoin diese Linie nie unterschritten. Sollte es ihm nicht gelingen, sie zurückzuerobern, könnte das die Aussagekraft dieses Modells erheblich schwächen.
Die Psychologie hinter den Zahlen
Was bedeutet das für die Anleger? Nun, die Krypto-Märkte sind bekannt für ihre Volatilität und Spekulation. Oftmals führt die FOMO, die „Fear of Missing Out“, dazu, dass Investoren impulsiv kaufen, wenn die Preise steigen. Aber in bärischen Phasen sieht die Sache ganz anders aus. Die Angst, Verluste zu begrenzen, führt viele dazu, ihre Positionen zu verkaufen. Der Bitcoin-Angst-und-Gier-Index dient hier als Barometer, um die allgemeine Stimmung im Markt zu erfassen. Wenn die Anleger gierig sind, könnte das eine Verkaufsgelegenheit darstellen; wenn sie ängstlich sind, könnte sich ein Kauf lohnen. Man könnte fast sagen, dass Warren Buffett mit seinem berühmten Spruch: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind, und gierig, wenn andere ängstlich sind“, das Spiel der Märkte perfekt auf den Punkt bringt.
Doch wie wird die Marktkapitalisierung einer Kryptowährung eigentlich ermittelt? Ganz einfach: Man multipliziert die Gesamtanzahl der im Umlauf befindlichen Coins mit ihrem aktuellen Preis. Diese Zahl ist nicht nur eine einfache Vergleichsmetrik, sondern auch ein Indikator dafür, wie sich eine Kryptowährung im Markt positioniert. Man unterscheidet zwischen Large-Cap-Kryptowährungen, die über 10 Milliarden US-Dollar wert sind, Mid-Cap-Kryptowährungen von 1 bis 10 Milliarden und Small-Cap-Kryptowährungen, die weniger als 1 Milliarde wert sind. Bitcoin und Ethereum fallen in die Kategorie der Large-Cap-Kryptowährungen, und sie haben sich in der Vergangenheit bewährt, während sie ein aktives Entwickler-Ökosystem hinter sich haben.
Aber auch die Marktkapitalisierung hat ihre Tücken. Sie kann stark durch Kursschwankungen und Tokenomik beeinflusst werden. Daher ist es ratsam, sie zusammen mit anderen Metriken wie Handelsvolumen und Liquidität zu betrachten. CoinGecko, eine Plattform, die sich auf die Berechnung von Kryptowährungskursen spezialisiert hat, verfolgt über 10.000 Kryptokurse für mehr als 50 Währungen. Die Preise werden basierend auf einer globalen volumengewichteten Durchschnittskursformel ermittelt, was bedeutet, dass unterschiedliche Kurse an verschiedenen Börsen durch wirtschaftliche Bedingungen und Liquidität beeinflusst werden.
