Krypto-Kollaps: Bitcoin unter Druck durch Inflationssorgen und Liquidationen
Heute ist der 25.06.2026, und die Welt der Kryptowährungen hat mal wieder einen kräftigen Dämpfer erhalten. Bitcoin, der unangefochtene König der digitalen Währungen, fiel am 25. Juni auf etwa 58.200 US-Dollar. Ein Rückgang, der sich wie ein Schatten über die Handelsplätze gelegt hat. Die Ursache? US-Inflationsdaten, die die Sorgen um eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve wieder einmal in den Vordergrund rücken.
Die PCE-Inflation für den Monat Mai kletterte auf 4,1 % im Jahresvergleich, ein Anstieg, der die vorherige Rate von 3,8 % übertrifft. Damit haben wir den stärksten jährlichen Anstieg seit drei Jahren. Aber der Markt hat sich nicht nur wegen der Inflation bewegt. Die monatliche Gesamtinflation nach PCE stieg um 0,4 %, während der Kern-PCE – der Lebensmittel und Energie außen vor lässt – um 0,3 % zulegte. Und die Wall Street? Die hatte höhere Erwartungen (4,2 % im Jahresvergleich und 0,5 % im Monatsvergleich) und wurde bitter enttäuscht.
Liquidationen und Marktdruck
Inmitten dieser turbulenten Situation musste Bitcoin einen herben Rückschlag einstecken und wurde zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses für 58.183,51 $ gehandelt – ein Minus von 4,98 % gegenüber dem Vortag. CoinGlass meldete innerhalb einer Stunde BTC-Long-Liquidationen in Höhe von 212,35 Millionen Dollar. Die gesamte Liquidation im Kryptomarkt betrug sogar 1,34 Milliarden Dollar. Über 209.000 Trader wurden liquidiert, was zeigt, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.
Besonders auffällig war, dass in der schärfsten Phase des Rückgangs über 500 Millionen Dollar aus Spot Bitcoin ETFs abflossen. Diese Verkaufswelle hat den Druck auf Bitcoin und andere Kryptowährungen weiter verstärkt. Auch Ethereum und XRP mussten Federn lassen, während die Risikobereitschaft der Anleger schwand. Der US-Dollar-Index hat kürzlich die 100er-Marke zurückerobert, was zusätzlichen Druck auf Bitcoin und Co. ausübt.
Die Unsicherheit der Geldpolitik
Und was könnte die Zukunft bringen? Eine straffe Geldpolitik der Federal Reserve könnte die Liquidität in risikosensiblen Märkten wie Bitcoin weiter verringern. Starke Nachfrage gepaart mit hartnäckiger Inflation könnte die Argumente für kurzfristige Zinssenkungen schwächen. Anleger blicken daher gespannt auf die kommenden Wirtschaftsdaten und warten auf die US-Arbeitsmarktdaten am 5. November sowie die VPI-Berichte am 12. November.
Am 29. Oktober 2023 hat die Federal Reserve den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr gesenkt – von 4,0 auf 3,75 %. Diese Zinssenkung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben, sowohl auf Aktien als auch auf Bitcoin. Die Aussichten für weitere Zinssenkungen scheinen realistisch, und Experten wie Chris Iggo und Michael Heise gehen von weiteren Senkungen aus, die für die Finanzmärkte durchaus positiv sein könnten.
Auf der anderen Seite gibt es Stimmen, die auf die Unsicherheiten hinweisen, die durch geopolitische Spannungen und andere wirtschaftliche Faktoren entstehen. Es bleibt also spannend, wo Bitcoin sich hinbewegt. So könnte das $57.800 bis $58.000 Unterstützungsniveau entscheidend werden. Hält es, könnte Bitcoin versuchen, sich wieder in Richtung $62.400 zu bewegen. Andernfalls winken düstere Zeiten mit möglichen Rückgängen auf $52.000 oder sogar $50.000.
Die Märkte sind in einem ständigen Auf und Ab gefangen, und für die Anleger heißt es, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen. Wer weiß, vielleicht wird der Bitcoin-Kurs bald wieder zum Liebling der Anleger. Aber bis dahin bleibt es ein Spiel mit hohen Risiken und ungewissen Ergebnissen.
