Heute ist der 21.07.2026 und die Krypto-Welt dreht sich mal wieder schneller als ein Bär auf dem Eis. Cardano hat am Wochenende seinen Van-Rossem-Hard-Fork live geschaltet. Ein historisches Ereignis, denn das Upgrade zu Protokollversion 11 wurde erstmals vollständig durch die Community beschlossen – ein echter Meilenstein für die On-Chain-Governance. 77,63 % der delegierten Vertreter und 52,7 % der Stake-Pool-Betreiber haben für den Fork gestimmt. Das sind Quoren, die über der erforderlichen Schwelle liegen – stark! Die Entscheidung, nach Max van Rossem, einem niederländischen Entwickler, benannt, der 2025 verstorben ist, zeigt, dass die Community zusammenkommt, um die Zukunft von Cardano zu gestalten.

Das Update bringt einige interessante Neuerungen mit sich. Die Ausführungskosten für Smart Contracts, die auf der Programmiersprache Plutus basieren, sollen gesenkt werden. Das klingt doch vielversprechend! Außerdem wird das Update als Sprungbrett für Ouroboros Leios gesehen, das den Durchsatz des Netzwerks auf über 1.000 Transaktionen pro Sekunde erhöhen soll. Gründer Charles Hoskinson ist mit dem Mainnet-Start für dieses Jahr am Werk. Aber – und das ist ein großes Aber – der ADA-Kurs stagnierte zuletzt bei etwa 0,167 Dollar. Und das, obwohl die Marktkapitalisierung bei rund 6 Milliarden Dollar steht. Irgendwie frustrierend.

Marktanalyse und Stimmungsbarometer

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Wallets mit Beständen zwischen 100.000 und 100 Millionen ADA haben ihre Positionen auf den höchsten Stand seit 2023 ausgeweitet. Kleinere Halter hingegen haben ihre Bestände zurückgefahren. Das Long-to-Short-Verhältnis auf den Derivatemärkten liegt bei 0,58, was auf eine überwiegend bärische Positionierung hinweist. Die gleitenden Durchschnitte – der 50-Tage liegt unter dem 200-Tage-Durchschnitt – deuten ebenfalls auf einen bärischen Trend hin. Der Relative-Stärke-Index steht bei 48,8, was neutral ist, aber die Trendstärke mit einem ADX von 16,1 ist schwach. So richtig in Fahrt kommt das Ganze nicht.

Selbst nach dem Van-Rossem-Fork, der viele Hoffnungen weckte, bleibt der ADA-Kurs unter wichtigen Widerstandsniveaus, die bei 0,173 Dollar und 0,177 Dollar (50-Tage EMA) liegen. Unterstützung gibt’s bei 0,150 und 0,138 Dollar. Und obwohl die Fundingrate von Coinglass am Montag positiv war – bei 0,0061 % – bleibt die Stimmung auf den Märkten eher gedämpft. Der Trend zeigt: Trotz des Upgrades hat sich der Kurs nicht erholt. Man könnte fast meinen, der Markt hat sich in eine Warteschleife begeben.

Transaktionen und DeFi-Herausforderungen

Doch was ist mit den Transaktionen? Cardano verarbeitet immer noch zwischen 150.000 und 180.000 Transaktionen pro Woche. Das klingt im ersten Moment nach einem soliden Wert. Ein Spitzenwert von 271.000 Transaktionen wurde Anfang Juni erreicht, vor allem durch DEX-Swaps. Aber die Realität sieht anders aus. Trotz dieser Zahlen fließt Geld aus dem Netzwerk ab. Die Liquidität bei Stablecoins ist unzureichend – nur etwa 59 Millionen Dollar bietet Cardano hier im Vergleich zu Avalanche mit 1,4 Milliarden und Solana mit 15 Milliarden Dollar. Das bremst die DeFi-Kreditvergabe und -Handel massiv. Der DeFi-Motor des Netzwerks steht nahezu still, und das könnte langfristig problematisch werden.

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Die Gebühren der DeFi-Protokolle auf Anwendungsebene sind im vergangenen Monat um 67,1 % gesunken. Nutzer verlassen die Anwendungen, trotz der Stabilität des Tokens. Da fragt man sich schon, wo die Reise hingehen soll. Irgendwie hat man das Gefühl, dass die Community zwar bereit ist, aber die Bedingungen nicht stimmen. Der nächste große Test für Cardano wird das angekündigte Leios-Mainnet sein. Es bleibt spannend, ob dieses den Kurs endlich auf Kurs bringen kann oder ob wir weiterhin auf der Stelle treten.