Strategy zwischen Bitcoin-König und Dividenden-Dilemma: Wohin steuert der Gigant?
Heute ist der 13.07.2026 und die Finanzwelt konzentriert sich auf die neuesten Entwicklungen im Bereich Bitcoin. Der Blick auf die Firma Strategy, einer der größten börsennotierten Bitcoin-Halter, offenbart einige interessante Wendungen. In der letzten Woche hat das Unternehmen keinen einzigen Bitcoin gekauft – stattdessen wurden satte 466,7 Millionen US-Dollar an Stammaktien verkauft. Klingt nach einem starken Schritt, um die Barreserve auf rund drei Milliarden US-Dollar zu erhöhen, oder? Die Frage bleibt, ob dieses frische Kapital für zukünftige Bitcoin-Käufe oder andere Unternehmenszwecke genutzt wird. So oder so, Strategy bleibt mit seinen 843.775 BTC, die etwa 53 Milliarden US-Dollar wert sind, der König im Bitcoin-Kosmos – und das, obwohl der aktuelle Bitcoin-Preis bei rund 62.670 US-Dollar liegt, was unter dem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.476 US-Dollar liegt. Das ist schon ein bisschen bitter.
Die Aktie von Strategy ist seit Jahresbeginn um fast 40 Prozent gefallen. Das ist kein Zuckerschlecken und es stellt sich die Frage, wie lange das Unternehmen diesen Trend mit seiner gewaltigen Barreserve abfedern kann. Der Verkauf von Bitcoin ist in der Unternehmensgeschichte kein alltägliches Ereignis, denn Strategy hat seit jeher wenig BTC veräußert. Tatsächlich wurde vor kurzem der größte Bitcoin-Verkauf in der Geschichte des Unternehmens verzeichnet: 3.588 BTC (das sind 0,42 %) für 216 Millionen US-Dollar. Das Ganze fand zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli 2026 in zwei Tranchen statt und wurde notwendig, um die Dividenden auf Vorzugsaktien zu finanzieren. Ein Schritt, der, wie einige Analysten meinen, weniger schädlich ist, als neue Aktien auszugeben.
Die Dividenden und ihre Herausforderungen
So bleibt die Dividende ein heißes Thema. Das zugrunde liegende Softwaregeschäft von Strategy generiert nicht genug Cashflow, um die Dividenden zu decken. Das bedeutet, dass die Dividende aus anderen Quellen, wie dem Verkauf von Bitcoin, finanziert werden muss. Diese Abhängigkeit von Bitcoin-Verkäufen könnte für die Zukunft riskant sein. Die Dividende für die unbefristete Vorzugsaktie STRC liegt bei etwa 12 % – ganz schön viel, wenn man bedenkt, dass die Bestände von Strategy in den letzten 12 Monaten um 41,25 % und in den letzten 6 Monaten um 25,22 % gestiegen sind. Der Bitcoin-Bestand entspricht sogar etwa 179 % der Marktkapitalisierung des Unternehmens. Da wird’s spannend.
Komischerweise bleibt die Frage nach der Zukunft der Dividendenzahlungen und den damit verbundenen Risiken im Raum. Wenn das Softwaregeschäft nicht bald in die Gänge kommt, könnte es für Strategy brenzlig werden. Es ist also ein ständiges Abwägen zwischen dem Halten und Verkaufen von Bitcoin und der Notwendigkeit, die Aktionäre bei Laune zu halten. Die Entwicklungen der nächsten Monate werden entscheidend sein. Ob Strategy tatsächlich noch einmal in den Kaufrausch einsteigt oder die Barreserve womöglich für ganz andere Zwecke verwendet, bleibt abzuwarten. Die Finanzwelt schaut gespannt auf die nächsten Schritte dieser Bitcoin-Giganten.
