Ein neuer Krypto-Betrug hat die Runde gemacht, und diesmal steht Nathan Fuller im Mittelpunkt der Ermittlungen. Der texanische Unternehmer wird beschuldigt, ein System eingerichtet zu haben, das 12,3 Millionen US-Dollar von etwa 150 Investoren eingesammelt hat. Damit hat er sich eine goldene Nase verdient, während viele seiner Anleger auf das große Versprechen von Renditen gehofft haben, die wie ein Märchen klangen: bis zu 100 Prozent in nur 21 Tagen! Aber die Realität sieht ganz anders aus.
Zwischen Oktober 2022 und Mitte 2024 soll Fuller über seine Firmen, Privvy Investments, LLC und Gateway Digital Investments, die Anleger mit angeblich KI-gesteuerten Trading-Bots angelockt haben. Diese Bots sollten Hochfrequenz-Arbitrage betreiben, was, wie sich herausstellt, eine reine Fiktion war. Die US-Börsenaufsicht SEC hat nun Klage gegen ihn eingereicht und erhebt schwerwiegende Vorwürfe. Die versprochenen Renditen waren nichts weiter als eine Lüge, und die behaupteten Sicherheiten durch FDIC und Bürgschaften existierten schlichtweg nicht.
Ein Ponzi-System im digitalen Zeitalter
Stattdessen floss ein erheblicher Teil des Geldes in Fullers persönliche Ausgaben – sage und schreibe 6,2 Millionen US-Dollar! Und während er sich ein schönes Leben machte, wurden 5,5 Millionen US-Dollar an frühere Anleger ausgezahlt. Das ganze Geschäftsmodell erinnert stark an ein klassisches Ponzi-System, wo frisches Kapital benötigt wird, um alte Anleger zu bedienen. Um den Eindruck eines florierenden Geschäftsbetriebs zu erwecken, verschickte Fuller gefälschte Kontoauszüge und fingierte Korrespondenzen von nicht existierenden Firmen. Ein richtig dreistes Spiel, das viele in den Ruin stürzen könnte.
Die SEC fordert nun dauerhafte Unterlassungsverfügungen, Rückzahlungen unrechtmäßig erlangter Gelder und zivilrechtliche Strafen gegen Fuller. Diese Geschichte reiht sich ein in eine ganze Serie von Krypto-Betrugsfällen, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind, insbesondere solche, die sich mit dem Thema Künstliche Intelligenz brüsten. Ein weiterer Vorfall aus dem letzten Jahr umfasste einen 14-Millionen-US-Dollar-Betrug, der ebenfalls mit KI-Handelsversprechen verknüpft war. Da fragt man sich: Wie viele Anleger müssen noch auf die Nase fallen, bevor es endlich einen wirksamen Schutz gibt?
Regulatorische Herausforderungen und Warnungen
Die SEC ist nicht allein mit ihren Sorgen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz warnen die Aufsichtsbehörden BaFin und FMA ebenfalls vor unregulierten Anbietern, die mit unrealistischen Gewinnversprechen locken. Garantierte Renditen von über 10 Prozent pro Monat klingen einfach zu gut, um wahr zu sein – und sind es oft auch. Die neuen MiCA-Regulierungen in der EU zielen darauf ab, die Anforderungen an Krypto-Dienstleister zu verschärfen, was ein Schritt in die richtige Richtung sein könnte. Auch die FINMA in der Schweiz sorgt dafür, dass Geldwäschegesetze eingehalten werden, um das Vertrauen in den Markt zu wahren.
Man kann nur hoffen, dass diese Vorfälle die Anleger aufrütteln. Es ist wichtiger denn je, die regulatorische Zulassung von Anbietern zu prüfen und auf unrealistische Gewinnversprechen zu achten. Die SEC verfolgt auch andere Betrugsfälle, darunter den von Donald Basile, der 16 Millionen US-Dollar durch falsche Behauptungen über Bitcoin Latinum einsammelte. Die Welt des Krypto-Handels ist voller Risiken, und es ist an der Zeit, dass Anleger die Augen weit offenhalten.