Heute ist der 12.07.2026 und wir blicken auf die turbulenten Entwicklungen der VR-Spielebranche, die sich mit dem Kurswechsel von Meta in den letzten Jahren dramatisch verändert hat. Im Januar 2026 hat Meta angekündigt, seine Investitionen vom Metaverse in tragbare Geräte wie smarte Brillen zu lenken. Ein echter Paukenschlag! Rund 1.500 Stellen in der Reality-Labs-Sparte wurden abgebaut, das entspricht etwa 10% der Belegschaft, und hauptsächlich im Bereich VR-Gaming. Die Schließung von drei hauseigenen Spielestudios, darunter Armature, Sanzaru und Twisted Pixel, hat viele überrascht. Es fühlt sich an, als ob die VR-Welt, die während der Pandemie so aufgeblüht ist, jetzt in eine Korrekturphase eintritt.

Meta hat auch die Produktion neuer Inhalte für die Fitness-App „Supernatural“ gestoppt und den Fokus des Metaverse-Projekts „Horizon“ von VR auf mobile Plattformen verlagert. Palmer Luckey, der Gründer von Oculus VR, hat jedoch betont, dass Meta immer noch mehr Mitarbeiter in der VR-Entwicklung beschäftigt als alle anderen zusammen. Das Unternehmen hat mit der Quest 2 über 20 Millionen Einheiten verkauft, aber diesen Erfolg konnten sie nicht wiederholen. Die Verluste von Meta Reality Labs summieren sich seit 2020 auf rund 73 Milliarden Dollar, und im ersten Quartal 2026 meldete Meta Einnahmen von 402 Millionen Dollar bei einem Verlust von vier Milliarden Dollar. Das ist schon ein ordentlicher Schlag!

Stellenabbau und Marktkorrektur

Der Abbau von Fördermitteln und Unterstützung für externe Studios hat nicht nur Meta getroffen. Auch nDreams hat 78 Stellen abgebaut, Vertigo Games schloss seinen Amsterdamer Standort, und Skydance Interactive stellte die Entwicklung von VR-Spielen ein, weil die Projekte nicht mehr tragfähig waren. Cloudhead Games hat aufgrund fehlender Plattformfinanzierung 40 von 56 Mitarbeitern entlassen. Und auch Polyarc sowie Kluge Interactive haben ihre Teams erheblich reduziert. Es ist fast so, als würde die gesamte Branche an einem seidenen Faden hängen.

Meta hat jedoch immer noch große Pläne. Die Hardware-Entwicklung geht weiter, mit Blick auf eine kompakte XR-Brille und möglicherweise einer Meta Quest 4. In der Zukunft will Meta als passiver Plattformbetreiber agieren und die externe Entwicklergemeinschaft über Partnerschaften stärken. Für 2025 wurden 150 Millionen Dollar in Programme zur Unterstützung externer Entwickler investiert. Das klingt nach einem Plan, aber die Frage bleibt: Woher kommt die kreative Energie?

Der Weg in die Zukunft

Chris Pruett von Meta hat gesagt, dass groß budgetierte Erzählspiele für den VR-Markt einfach zu teuer seien. Das Beispiel „Asgard’s Wrath 2“ zeigt, wie wichtig es ist, die Nachfrage richtig einzuschätzen. Erfolgreiche VR-Titel sind meist kurze, intensive Erlebnisse wie „Beat Saber“ oder „Superhot VR“. Vor diesem Hintergrund haben ehemalige Meta-Mitarbeiter Dark Arts Syndicate gegründet, um Publishing-Dienstleistungen anzubieten. Studios passen sich an, setzen auf plattformübergreifende Strategien und nutzen zunehmend Live-Service-Modelle. Das bedeutet frischen Wind!

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Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass VR nicht ausschließlich von Meta abhängig ist. Plattformen wie PlayStation VR2 und Valve’s Steam Frame könnten neue Impulse geben und den Markt beleben. Der VR-Spielemarkt wird voraussichtlich von Einzelentwicklern und kleinen Indie-Studios getragen, die innovative Inhalte liefern. Diese kleinen Kreativen könnten die Branche wieder auf Kurs bringen, während die großen Spieler sich neu orientieren.

Meta’s Forschungs- und Entwicklungsabteilung für das Metaverse wurde 2020 gegründet und hat seitdem hohe zweistellige Milliardenverluste angehäuft. Im Geschäftsjahr 2025 betrug der Gesamtverlust des Reality Labs etwa 19,1 Milliarden US-Dollar, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die Herausforderungen enorm sind. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete die Abteilung einen Verlust von rund 6 Milliarden US-Dollar, während der Umsatz in der VR-Division lediglich 2,2 Milliarden US-Dollar betrug.

Die Zukunft bleibt ungewiss. Meta plant, die Investitionen im Bereich VR-Gaming zu reduzieren und etwa 10% der Reality-Labs-Mitarbeiter zu entlassen. Projekte wie ein Harry-Potter-VR-Spiel und eine Fortsetzung zu Batman Arkham Shadow sollen eingestellt werden. Geht es nach CEO Mark Zuckerberg, wird der Fokus verstärkt auf den KI-Bereich und smarte Wearables gelegt. Und das soziale VR-Ökosystem Horizon? Das soll weiterentwickelt und auf mobile Plattformen ausgerichtet werden. Bleibt abzuwarten, ob diese Strategien auf fruchtbaren Boden fallen.