Heute ist der 29.05.2026 und während sich die Welt um uns herum ständig verändert, gibt es im Metaverse, diesem faszinierenden digitalen Raum, in dem wir uns bewegen, so einige Neuigkeiten, die man nicht ignorieren kann. Die Social-VR-Plattform „Rec Room“, die sich über ein Jahrzehnt behauptet hat, wird am 1. Juni 2026 endgültig eingestellt. Ein trauriger Abschied, wenn man bedenkt, wie viele Erinnerungen Nutzer dort gesammelt haben. Aber es ist nicht die einzige Hiobsbotschaft: Auch Meta hat im März 2026 angekündigt, dass „Horizon Worlds“ in seiner bisherigen Form nicht mehr weitergeführt wird. Man könnte fast meinen, der Zauber des Metaversums verblasst.
Die Anfänge des Begriffs „Metaverse“ reichen bis ins Jahr 1992 zurück, als Neal Stephenson in seinem Roman „Snow Crash“ eine visionäre Idee skizzierte. Doch die Realität sieht anders aus. „Second Life“, das 2003 als Vorab-Modell ins Leben gerufen wurde, hatte mit 4,3 Millionen Bewohnern im Jahr 2007 einen beeindruckenden Höhepunkt. Heute sind es nur noch etwa 35.000 gleichzeitig aktive Nutzer. Das ist ein drastischer Rückgang! Und doch: Plattformen wie „Roblox“ und „Fortnite“ florieren, bieten stabile soziale Erlebnisse ohne die Notwendigkeit von VR-Headsets und wirtschaften ganz ordentlich.
Die Herausforderungen des Social-VR
Meta hat über 100 Milliarden Dollar in seine Reality Labs investiert, doch die Mühen scheinen nicht wirklich belohnt zu werden. „Horizon Worlds“ hatte 2022 nur 300.000 monatlich aktive Nutzer – weit unter dem angestrebten Ziel von 500.000. Das ist, gelinde gesagt, enttäuschend. Interne Dokumente zeigen, dass viele Welten innerhalb dieser Plattform kaum besucht waren. Und die jüngsten Entlassungen von etwa 1.500 Mitarbeitenden in der Reality Labs-Sparte sind ein weiteres Zeichen dafür, dass das Interesse schwindet. Was einmal als revolutionäres Konzept galt, steht nun vor enormen Herausforderungen.
Die Hardware-Hürde von VR-Brillen bleibt ein großes Problem für viele Nutzer. Die Mehrheit sieht einfach keinen überzeugenden Grund, sich in die virtuelle Realität zu begeben. Zudem gibt es ernsthafte Bedenken hinsichtlich Belästigung und unzureichender Moderation in VR-Räumen. Das sind nicht gerade die besten Voraussetzungen, um neue Nutzer zu gewinnen. Ironischerweise überleben Nischenplattformen wie „Second Life“, „IMVU“ und „VRChat“, während große Projekte scheitern. Ein funktionierendes Metaverse muss nicht unbedingt räumlich oder immersiv sein – es sollte dort stattfinden, wo die Menschen sich bereits aufhalten.
Meta geht neue Wege
Um mit den aktuellen Trends Schritt zu halten, hat Meta eine grundlegende Neuausrichtung für „Horizon Worlds“ angekündigt. Die Plattform wird sich künftig fast ausschließlich auf mobile Anwendungen konzentrieren und sich explizit von der Quest VR-Plattform abgrenzen. Samantha Ryan, VP von Reality Labs, hat klargestellt, dass das Ziel darin besteht, synchronisierte soziale Spiele im großen Maßstab anzubieten. Doch die Realität ist, dass die Reality Labs seit 2020 fast 80 Milliarden Dollar verloren haben. Diese Zahl lässt einem die Tränen in die Augen treiben, denn das sind keine kleinen Beträge!
Komischerweise haben die Verkäufe von Metas Brillen im letzten Jahr um das Dreifache zugenommen. Das ist ein Lichtblick inmitten all der Herausforderungen. Vielleicht findet Meta ja doch noch seinen Weg – sei es durch VR, AI oder andere innovative Ansätze. Aber mit der starken Konkurrenz durch Smartphones und andere soziale Plattformen bleibt das unternehmerische Abenteuer aufregend und ungewiss.
Die Zukunft des Metaversums bleibt spannend, aber auch ungewiss. Wenn wir die Entwicklungen aufmerksam beobachten, wird sich zeigen, ob es einen Platz für soziale VR-Plattformen im digitalen Alltag der Menschen gibt. Man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte weiter entfaltet und welche Innovationen uns in den nächsten Jahren erwarten!