Am 8. Mai 2026 fand an der Quang Trung Universität ein aufregendes Seminar statt, das die Zukunft der Finanzen in Vietnam beleuchten sollte. Unter dem Titel „Fintech – Mit dem Markt Schritt halten, Karriere aufbauen“ versammelten sich Experten aus den Bereichen Technologie, Finanzen und Wirtschaft sowie zahlreiche Studierende aus der Provinz Gia Lai. Die Atmosphäre war elektrisierend, voller Ideen und Innovationen. Herr Pham Cong Tuan Ha überreichte den Rednern Blumen und Dankesschreiben – eine kleine Geste mit großer Wirkung, die die Wertschätzung für Wissen und Expertise unterstrich.
Organisiert wurde das Event von der Vietnam Blockchain and Digital Asset Association (VBA), dem ABAII Institute of Blockchain Technology and Artificial Intelligence, der Nam A Bank und der Quang Trung Universität. Es war bereits das 44. Programm der ABAII Unitour-Reihe, die das Ziel verfolgt, bis 2030 eine Million Menschen in Blockchain und KI zu schulen. Dr. To Ba Lam, der Rektor der Quang Trung Universität, hob die Notwendigkeit hervor, dass sich die Hochschulbildung an die Anforderungen des Arbeitsmarktes anpassen muss. Ein Aufruf, den man nicht ignorieren kann!
Die digitale Transformation im Fokus
Die Universität hat sich dem Ziel verschrieben, Absolventen auszubilden, die in einem sich rasch verändernden Arbeitsmarkt Mehrwert schaffen können. Besonders im Bereich Fintech und Finanztechnologie werden Ausbildungsprogramme entwickelt, die digitale Fähigkeiten und adaptives Denken fördern. Hierbei wird die Verbindung zu realen Anwendungen durch Kooperationen mit Unternehmen großgeschrieben. Denn was nützt das beste Wissen, wenn man nicht weiß, wie man es anwendet?
In den Diskussionen des Workshops wurden die rasanten Veränderungen in der globalen Finanzbranche durch Technologien wie KI und Blockchain thematisiert. Der technologische Wettlauf im Finanzsektor wird als Wettbewerb um die Qualität der Fachkräfte beschrieben. Der Markt benötigt Personal, das finanzielles Wissen mit datenorientiertem Denken und technologischen Kompetenzen kombiniert. Ein spannendes, aber auch herausforderndes Unterfangen! Studierende sollen daher nicht nur Fachwissen, sondern auch systemisches Denken und Datenverarbeitungskompetenzen entwickeln.
Kooperationen für die Zukunft
Ein weiterer Lichtblick war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der VBA und der Quang Trung Universität zur Förderung der akademischen Forschung in Blockchain und Finanztechnologie. Unternehmen wie AXYS Technology, VIDACO und S3WORK schlossen sich ebenfalls an und erweiterten die Möglichkeiten für Praktika und Berufsberatung. Das ist ein echter Gewinn für die Studierenden – die Chancen stehen gut, dass sie bald in den besten Unternehmen der Branche landen.
In Deutschland wird ebenfalls intensiv an der Integration von KI in die Hochschulbildung gearbeitet. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland Projekte, die den Einsatz von KI in der Lehre unterstützen. Initiativen wie das Hochschulforum Digitalisierung und das Projekt „KI-LOTSE“ helfen, Hochschulen bei strukturellen und organisatorischen Anforderungen durch KI zu unterstützen. Ein Schritt, der nicht nur die Lehre, sondern auch die Forschung und Anwendung in der digitalen Transformation stärkt.
Herausforderungen und Chancen
Die Förderinitiative Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung hat bereits 40 Einzel- und 14 Verbundprojekte an 81 Hochschulen in Deutschland ins Leben gerufen. Projekte wie „StudyBuddy“, ein KI-basierter Bot, bieten Studierenden individualisierte Unterstützung. Aber es gibt auch Herausforderungen: Die Anpassbarkeit und Individualisierung bestehender Chatbots ist oft noch ausbaufähig. Und der Bedarf an ethischen Überlegungen ist größer denn je – schließlich muss KI verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Ein weiteres Beispiel ist das Projekt DEEP WRITE, das die Argumentationskompetenz von Studierenden in Jura und Wirtschaft fördern soll. KI-gestütztes Schreiben, individuelles Feedback – das klingt nach Zukunftsmusik! Aber auch hier gibt es Bedenken, etwa hinsichtlich der Transparenz bei KI-Bewertungen. Und bei AIM@LMU, wo ein Nebenfach zu Künstlicher Intelligenz eingeführt wird, sind die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Studierenden eine Herausforderung, die es zu meistern gilt.
Die Entwicklungen in Vietnam und Deutschland zeigen, dass die digitale Transformation nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine riesige Chance für die Hochschulbildung ist. Die Vernetzung von Schulen, Verbänden und Unternehmen wird entscheidend sein, um die Studierenden optimal auf den digitalen Transformationsprozess vorzubereiten. Und eines ist sicher: Die Zukunft ist digital, und wer nicht mitzieht, der bleibt auf der Strecke.