Heute ist der 19.05.2026 und wir blicken auf die aufregende Entwicklung der Ho-Chi-Minh-Stadt, die sich im „Global Startup Ecosystem Index 2026“ auf Rang 98 katapultiert hat. Ein Anstieg um gleich 12 Plätze – das ist doch mal eine Ansage! Zum ersten Mal hat die Stadt es in die Top 100 der globalen Startup-Ökosysteme geschafft. Man kann sagen, dass die ambitionierte Zielsetzung, bis 2030 unter die besten 100 zu gelangen, jetzt schon erreicht wurde. Ein Grund zum Feiern, ohne Zweifel!
Im regionalen Ranking sieht es nicht minder erfreulich aus: Ho-Chi-Minh-Stadt belegt den 7. Platz in der Asien-Pazifik-Region. Bei den verschiedenen Sektoren hat der Fintech-Bereich den 3. Platz in Südostasien und den 60. weltweit erobert, während Blockchain auf den 5. Platz in der Region und den 70. weltweit kommt. Diese Zahlen zeigen nicht nur das Wachstum, sondern auch den Reifegrad des Startup-Ökosystems. Im Vergleich zu anderen Städten in Südostasien hat Ho-Chi-Minh-Stadt sogar den 5. Platz im gesamten Ökosystem und den 2. Platz in Bezug auf den Reifegrad erreicht. Beeindruckend, oder?
Starkes Investitionsumfeld
Das ist noch nicht alles: Ho-Chi-Minh-Stadt ist das Zentrum für Risikokapital in Vietnam. Hier gehen satte 44 % des gesamten nationalen Startup-Investitionskapitals und 60 % aller Deals über die Bühne. Das macht die Stadt zu einem Magneten für Investoren. Der neu gegründete HCMC City Venture Capital Fund, mit einem Grundkapital von 500 Milliarden VND (ca. 19,7 Millionen USD), soll weitere Impulse setzen. Gründungsgesellschafter wie Vingroup, VinaCapital und FPT bringen nicht nur Geld, sondern auch wertvolles Know-how mit.
Über 290 Risikokapitalfirmen haben bereits in Ho-Chi-Minh-Stadt investiert. Aktive Fonds wie Do Ventures, Mekong Capital und CyberAgent Capital sind ständig auf der Suche nach den nächsten großen Ideen. Und das grenzüberschreitende Kapital aus Ländern wie Singapur, Südkorea und Japan fließt nur so in die Stadt – das ist wie ein ständiger Fluss von Ideen und Möglichkeiten. Die Kombination aus inländischen Unternehmen und multinationalen Giganten wie Samsung und Intel schafft strategische Co-Investitionsmöglichkeiten, die für Startups in Bereichen wie Hardware und Fertigungstechnologie goldwert sind.
Innovationsförderung und Zukunftsperspektiven
Ein weiterer Baustein im Erfolg der Stadt ist die aktive Förderung von Wissenschaft, Technologie und Innovation. Ho-Chi-Minh-Stadt hat erkannt, dass digitale Transformation und die Schaffung eines unterstützenden Umfelds für Startups entscheidend sind. So wurde ein Startup-Innovationszentrum auf Basis eines öffentlich-privaten Partnerschaftsmodells eingerichtet. Hier finden Gründer nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolle Netzwerkmöglichkeiten. SIHUB und die Ho Chi Minh City Young Businesspeople Association verbinden junge Unternehmer mit Angel-Investoren und dem etablierten privaten Sektor.
Die vietnamesische Regierung spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle, indem sie Venture Capital durch verschiedene Politiken und steuerliche Anreize aktiv fördert. Neben Fintech und E-Commerce entwickeln sich auch Bereiche wie Bildungstechnologie und erneuerbare Energien rasant. Vietnam hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem Frontier Market zu einem wahren Zentrum für Innovation und Unternehmertum gemausert. Ein BIP-Wachstum von 6–7 % pro Jahr über zwei Jahrzehnte zeigt, dass hier etwas im Gange ist.
Mit einem Medianalter von unter 33 Jahren und einer Internetdurchdringung von über 75 % hat Vietnam ein junges, dynamisches Publikum, das bereit ist, die Zukunft zu gestalten. Auch wenn Herausforderungen wie regulatorische Unsicherheiten oder Währungsrisiken bestehen, sind die Aussichten für Ho-Chi-Minh-Stadt und Vietnam insgesamt vielversprechend. Immer mehr Startups erreichen sogar den Unicorn-Status, was zeigt, dass hier wirklich etwas Großes entsteht.